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Donnerstag, Juli 24, 2003
IM DIENSTE DES RECHTS: SCHWEISS UND URIN

In NRW wird jetzt nach Drogen im Straßenverkehr gefahndet.

Die nagelneuen Tests sind noch nicht ausgereift:

Die Polizeibeamten fanden die Urintests im Praxiseinsatz angenehmer als die Schweißprobe. Immerhin muss der Polizist beim Schweißtest den Teststreifen etwa 20 Mal über die Stirn des Verdächtigen reiben. Für die vier gebräuchlichsten Drogen Cannabis, Kokain, Amphetamine und Opiate gibt es zudem vier unterschiedliche Streifen. Weiß der Beamte nicht, wonach er sucht, muss der Fahrer das Prozedere also unter Umständen gleich mehrmals über sich ergehen lassen.

Bin ich eigentlich verpflichtet, mir 80 Mal über die Stirn reiben zu lassen?

Auch Unschuldige können Ärger kriegen:

"Außerdem ist der Schweißnachweis schon dann positiv, wenn sich die getestete Person mit Marihuana-Konsumenten im selben Raum aufgehalten hat." Quelle

Zum ersten Mal macht mir der süßliche Geruch ernsthaft Sorgen, der bei heißem Wetter Tag für Tag aus den Fenstern der Werbeagentur gegenüber in mein Büro zieht.

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