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Sonntag, Oktober 26, 2003
UNGLEICHGEWICHT

Der Mannesmann-Prozess könnte laut einem Experten des NRW-Justizministeriums das "größte juristische Ungleichgewicht der Geschichte" mit sich bringen: weitgehend unerfahrene Richter auf der einen Seite, die Elite der deutschen Strafverteidiger auf der anderen. Wobei die Anwaltsseite noch dazu über praktisch unbeschränkte personelle und wissenschaftliche Ressourcen verfügen dürfte, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Ich glaube nicht, dass sich die Verteidiger über eine ehemalige Jugendrichterin und 2 "Azubis" auf der Richterbank freuen. Gerade junge Richter neigen ausbildungsbedingt und durch maximalen Abschluss von den Unbilden des wirklichen (Arbeits-)Lebens zu einer akademischen Weltsicht. Und eine formale Betrachtung (Zuwendungen ohne hinreichende Beschlüsse = Untreue) ist für die Angeklagten sicher nicht die ungefährlichste Variante.

(link gefunden im HandakteWebLAWg)