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Samstag, Mai 15, 2004
GELDSEGEN

In Amerika könnte das höchste Anwaltshonorar anfallen, das je in einem wettbewerbsrechtlichen Prozess geltend gemacht wurde. Die Anwälte, welche eine Verbraucherklage gegen Microsoft gewonnen haben, wollen 258 Millionen Dollar. Sie berechnen Stundensätze bis zu 3.000 Dollar, so dieser Bericht. Die siegreichen Kunden bekommen Einkaufsgutscheine von 5 bis 29 Dollar.

Die Taktik ist doch klar: Hoch rangehen, vielleicht ein Drittel kriegen...

Allerdings möchte ich mich nicht der üblichen Häme anschließen. Auch die Anwälte, welche bei uns die NS-Zwangsarbeiter vertreten haben, wurden erst ausgelacht. Sie haben viel Arbeit und auch Geld investiert, um die angeblich aussichtslosen Verfahren durchzuziehen. Neidgefühle kamen erst auf, als die Kollegen dann - wider Erwarten - eine hohe Summe locker machten und noch die Unverschämtheit hatten, ein angemessenes Honorar zu fordern.

(danke an Mathias Schindler, Torsten Kleinz und Matthias Böse für den link)