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Mittwoch, Mai 19, 2004
NERVIG

Anwaltsschwemme, Anwaltsproletariat, Krisengeschrei. Endlich noch jemand, dem das ständige Gejammere der anwaltlichen Standesvertreter auf die Nerven geht. Zitat aus Vetretbar.de:

Ebenso wie in jedem anderen Beruf gibt es gute und schlechte Vertreter des eigenen “Standes”. Und ebenso wie ein schlechter Handwerksbetrieb Pleite geht oder ein schlechter Arzt keine gut dotierte Anstellung mehr bekommt bietet ein enger werdender Markt für Rechtsanwälte keinen Platz für Juristen ohne das nötige handwerkliche Geschick zum Umgang mit Mandanten und konkreten (!) rechtlichen Fragestellungen. Am Markt setzt sich regelmäßig nur derjenige durch, der auch das nötige Potential besitzt (was sich freilich nicht zwingend aus den Noten in zwei Staatsexamina ableiten lässt). “Auf der Strecke” bleiben dann diejenigen, denen es eben an jenem Potential fehlt - aber warum sollte für eben jene über entsprechende Zugangsbeschränkungen oder Absicherung von Mindesteinkommen durch standesrechtliche Vergütungsregelungen künstlich ein Markt erhalten werden, wenn es Ihnen nicht gelungen ist, sich auf diesem Markt zu behaupten?

Anlass für den völlig richtigen Kommentar ist dieses grausame Interview mit dem Anwaltsfunktionär Hartmut Kilger.